Länderspiel in Hamm

Unser Jubiläum

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Siebter WM-Titel für Ludger Weeke

15.08.2019: Masters  Auch im Alter von 70 Jahren hat Rote Erde-Urgestein Ludger Weeke vom Titelsammeln noch nicht genug: Bei den Masters-Wasserballweltmeisterschaften im südkoreanischen Gwangju holte er mit seiner Mannschaft die Goldmedaille. Und das unter schwierigsten klimatischen Bedingungen. Die Temperaturen lagen bei 35 bis 42 Grad. Dadurch heizte sich der Außenpool auf 33 Grad auf. Viel zu warm eigentlich, um Sport darin zu treiben. Erträglich waren die Temperaturen nur im Innenpool.

Ihr erstes Spiel absolvierte die Weeke-Truppe gegen den US-Vertreter BT Ancient Mariners, der mit 16:3 deklassiert wurde. Gegen KVP H20 Piestany aus der Slowakei gab es nur ein 6:6-Unentschieden. Der Gegner erzielte kurz vor Schluss den Ausgleich. „Bei den hohen Temperaturen im Pool haben wir die besten Chancen vergeben und unkonzentriert gespielt“, berichtete Weeke.

Besser lief es im Indoor-Becken. Gegen die Mannschaft aus dem kalifornischen Santa Barbara musste das Weeke-Team zwar einen 0:2-Rückstand aufholen. Es entschied die Partie gegen den Turnierfavoriten allerdings klar mit 10:4 für sich. „Es war unser bestes Spiel mit gelungenen Torabschlüssen und Superkombinationen“, so Weeke.

Im letzten Spiel holte seine Mannschaft – wieder im Außenpool – einen hart umkämpften 8:6-Erfolg gegen die Perth Cookatoos aus Australien. Durch das bessere Torverhältnis war der Turniersieg gesichert. Abseits der Wettkämpfe hat Weeke ein „Land erlebt, das gleichzeitig traditionell und hochdigitalisiert ist“. In vielerlei Hinsicht sei es „Europa um Längen voraus“. Im Hotelzimmer habe es zum Beispiel Schranktrockner gegeben sowie Geräte, die den Feinstaub entfernen. Auch einen Urlaub hält er dort für interessant. „Aber nicht in der Monsunzeit, in der wir jetzt dort waren“, sagt Weeke. boh

Rote Erde 2 verteidigt Südwestfalen-Pokal


Halbfinale gegen eigene Dritte. Die wird starker Vierter.

13.07.2019: Südwestfalen-Pokal Die zweite Mannschaft des SC Rote Erde Hamm im TuS 59 hat erfolgreich ihren Titel verteidigt. Sie holte zum zweiten Mal in Folge den Pokal des Schwimmverbandes Südwestfalen. Im Finale setzte sie sich wie schon im Vorjahr knapp mit 4:3 gegen Gastgeber SGW Iserlohn 2 durch. „Man muss der Mannschaft ein Riesenkompliment machen, dass sie sich nach der langen Saison noch einmal so sehr reingehängt hat“, lobte Trainer Kristian Berg. Beide Teams hätten „sehr kompakt“ gestanden. Es sei die Abwehrleistung gewesen, die in der engen Begegnung zugunsten des SC Rote Erde den Ausschlag gegeben hätte. Für Berg „ein toller Erfolg gerade im Jahr des 100-jährigen Jubiläums unseres Vereins“.

Im Halbfinale hatte es die zweite Mannschaft des SC Rote Erde mit einem ungewöhnlichen Gegner zu tun: Es ging gegen die eigene „Dritte“, die sich ebenfalls für die Endrunde in Iserlohn qualifiziert und durch einen souveränen 8:0-Erfolg gegen den SV Derne 3 den Sprung unter die besten vier Teams geschafft hatte. „Die Älteren aus der dritten Mannschaft wollten die Jüngeren aus der zweiten Mannschaft ärgern“, berichtete Berg. Das gelang auch zunächst. Nach dem ersten Viertel lag die „Zweite“ nur mit 2:1 vorn. Dann allerdings bewies diese die bessere Kondition – und entschied das Halbfinale mit 17:4 für sich.

Die Rote Erde-„Dritte“ hätte gerne ebenfalls den Sprung aufs Podium geschafft. Sie musste sich allerdings der jungen Mannschaft des SV Blau-Weiß Bochum 2 mit 3:8 geschlagen geben. Allerdings erst in der Schlussphase der Partie, in der sie lange dagegen gehalten hatte.

Für die zweite Mannschaft des SC Rote Erde bedeutet der Turniersieg zugleich die Qualifikation für den Pokalwettbewerb des Schwimmverbandes NRW im kommenden Jahr. „Jetzt freuen wir uns aber erst einmal auf die kleine Sommerpause“, so Trainer Berg. boh

Rote Erde 2: Andre Kersting, Simon Brinkmann, Moritz Flohrer, Bendix Biermann, Timo Plattfaut, Thomas Batt, Kristian Berg, Kolja Funk, Marlon Müller, Philip Terhorst, Sergiy Fesenko, Marc Brinner, Nils Rose, Lars Teske

Rote Erde 3: Lars Teske, Simon Brinkmann, Moritz Flohrer, Timo Plattfaut, Kolja Funk, Marlon Müller, Nils Rose, Mathias Brinkmann, Eugen Zitzer, Stefan Kwidsinski, Frank Funken, Carsten Kuhn, Rolf Junior, Manuel Blank, Max Schumacher, Erik Fesenko, Nils Schepers, Dominik Mertens, Carsten Berg

Gegen Duisburg den Rhythmus wiederfinden

Nach langer Pause will Rote Erde im Maximare punkten

04.05.2019: 2. Liga Es ist schon einige Wochen her, dass die Wasserballer vom SC Rote Erde Hamm im TuS 59 zuletzt im Einsatz waren. Anfang April unterlagen sie auswärts mit 5:8 bei Spitzenreiter Düsseldorfer SC. Nach der langen Pause will Trainer Carsten Berg möglichst schnell wieder mit seinem Team den Rhythmus finden. Am Montag (20 Uhr) geht es zuhause im Maximare gegen den SV Duisburg 98 II. Der steht in der Tabelle aktuell einen Platz über den Hammern und wird wohl auch einige Kräfte aufbieten, die im Bundesligakader zum Einsatz kommen.

Immerhin: RE-Trainer Berg kennt den Gegner gut, stand er doch in der vorletzten Saison noch selbst bei den Duisburgern am Beckenrand. Im Hinspiel in Duisburg waren die Rote Erde-Wasserballer ohne Chance. An der Wedau kassierten sie eine 8:18-Niederlage und damit die deutlichste Pleite in der aktuellen Saison.

So soll es vor eigenem Publikum nicht laufen. „Wir hatten zwar eine etwas zu lange Pause und konnten wegen der Ferien zum Teil auch nur eingeschränkt trainieren. Aber zuhause ist mit Einsatz und Willen einiges möglich“, glaubt Berg, der auch gegen Duisburg punkten möchte, damit seine Mannschaft auch wirklich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun bekommt. Aktuell steht sie mit 11:11 Zählern auf dem fünften Rang, fünf Punkte vor Schlusslicht SV Blau-Weiß Bochum. Der SV Duisburg 98 II rangiert mit 12:10 Punkten einen Rang über den Hammern.

Im Hinspiel in Duisburg bekamen die Rote Erde-Wasserballer vor allem die starken Duisburger Centerspieler nicht in den Griff. Im Heimspiel kann ihr Trainer Berg jedoch zumindest personell weitgehend aus dem Vollen schöpfen. Fehlen werden voraussichtlich nur Sebastian Teipmann sowie Kristian Berg, der sich nach einer langwierigen Knieverletzung noch im Aufbautraining befindet.

Dass die Duisburger gerade auswärts schlagbar sind, hat zuletzt der SV Lünen eindrucksvoll bewiesen. Er setzte sich Ende März locker mit 17:4 durch. boh

Mit Mühe: RE II schafft nächste Pokalrunde


12:11-HeimSieg gegen früheren SGW-Partner Brambauer

02.05.2019: Südwestfalen-Pokal Es war nicht viel mehr als der Einzug in die dritte Runde des Südwestfalenpokals, der Anlass zur Freude bot. Mit großer Mühe hat sich die zweite Mannschaft des SC Rote Erde Hamm im TuS 59 zuhause mit 12:11 (3:4,2:2,1:3,5:2) gegen den SV Brambauer durchgesetzt. Lange hatten die Hammer Wasserballer zurückgelegen. Erst in den letzten Spielminuten drehten sie die Partie.

„Es war wohl am Ende vor allem die bessere Fitness, die sich durchgesetzt hat“, sagte Rote Erde-Trainer Carsten Berg, der seinen Bruder Kristian am Beckenrand vertrat. Seine Vorgaben hatte das Team selten umgesetzt. Zu weit waren die RE-Spieler von ihren Gegenspielern in der Verteidigung entfernt. Im Angriff bewegten sie sich zu wenig und oft kopflos.

Vor allem Patrick Siemund, der jahrelang selbst in Hamm für die SGW SC Rote Erde/SV Brambauer gespielt hatte, bekam der SC Rote Erde nicht in den Griff. Er traf siebenmal für die Gäste, sowohl aus der Distanz als auch von der Centerposition.

Dreieinhalb Minuten vor Ende der Partie lag der SC Rote Erde zwei Treffer zurück. Der Einzug in die nächste Runde schien in weiter Ferne. Ein Tor von Lars Teske von der Centerposition brachte die Gastgeber jedoch wieder heran. Marc Brinner glich aus, Philip Terhorst erzielte 50 Sekunden vor Schluss den Siegtreffer für die Hammer Wasserballer, die damit ihre Chance wahrten, auf der Pokalendrunde ihren Titel zu verteidigen, den sie sich im Vorjahr überraschend auch gegen klassenhöhere Teams gesichert hatten. boh

SC Rote Erde Hamm: Kersting – Szlavnity, T. Müller, Biermann, Plattfaut, Stindt, Fesenko (1), M. Müller, Batt, Terhorst (7), Brinner (2), Rose, Teske (2)

70 Jahre Ludger Weeke - wir gratulieren!


26.04.2019: Jubiläum
Eine ruhige Kugel schieben? Davon will Ludger Weeke auch mit 70 Jahren nichts wissen. Regelmäßig ist die Rote Erde-Legende noch zum Wasserballtraining im Maximare. Der 180-fache Nationalspieler und mehrmalige Deutsche Meister spielt für die dritte Mannschaft der Hammer und bereitet sich auf die Masters-WM in Südkorea in diesem Jahr vor.

Wer Weeke fragt, warum er sich das immer noch antut, bekommt eine ehrliche Antwort: „Es ist die Sucht nach Erfolg“. Das Adrenalin sei „immer noch voll da. Vielleicht sogar zu viel“, berichtet das Rote Erde-Urgestein, das eigentlich Fußballer werden wollte. Weekes Vater allerdings verbot das. Er hatte sich selbst mit Fußball die Knochen kaputt gemacht.

Ein Glück für den SC Rote Erde. Weeke kam mit zwölf Jahren zum Schwimmen. Sein erster Wasserball-Trainer war mit Hansi Schepers eine weitere Wasserball-Legende. „Für mich war der Verein immer unglaublich wichtig. Schon in meiner Jugend wurde ich von allen total eingebettet. Ich habe mich von Anfang an wahnsinnig wohl gefühlt“, berichtet Weeke.

Mit 16 absolvierte er sein erstes Spiel in der ersten Mannschaft. Seite an Seite mit den Olympiateilnehmern Benno Strasser, Lajos Nagy, Heinrich Kleimeier, Charly Berg, Anton Hoffmeister und Dieter Buchbinder. Ein Star-Ensemble mit klarer Hackordnung. Weeke musste sich erst einmal unterordnen. „Am Anfang musste ich Hoffmeister, Strasser und Nagy siezen“, erinnert er sich. Das „Du“ sei ihm erst angeboten worden, nachdem er selbst mehrere Länderspiele absolviert hatte.

Viele weitere sollten folgen. Weeke galt im Wasser als harter Hund, war aber auch ein guter Schwimmer und Techniker, der noch dazu das kreative Spiel liebte. Ein kompletter Wasserballer also. Angebote von anderen Clubs gab es dennoch nicht. „Die wussten ganz genau: Ich hätte den SC Rote Erde nie verlassen. Ich werde auch bis an mein Lebensende in diesem Verein bleiben“, kündigt Weeke an, der trotz allen Traditionsbewusstseins ein klarer Befürworter des Anschluss seines Vereins an den TuS 59 war, der in diesem als Abteilung den Wasserballsport und den Namen „Rote Erde“ fortführt.

In seiner Karriere musste Weeke jedoch auch Tiefschläge verkraften. „Wenn wir mit Rote Erde nur Zweiter geworden sind, war das immer ganz schlimm“, erinnert er sich. Auf internationaler Ebene war das Spiel gegen Italien bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal ein bitterer Moment. „Wir wurden von einem russischen Schiedsrichter gnadenlos verpfiffen. Nach zwei Vierteln hatte er schon drei Leistungsträger von uns rausgeworfen. Ich gehörte auch dazu. Ich bin mir auch heute noch sicher, dass der Russe Geld von den Italienern bekommen hat“, sagt Weeke.

Die Freude am Wasserballsport hat der 70-Jährige trotzdem nicht verloren. Auch in seinem Geburtstagsurlaub in Kroatien ging es nicht ganz ohne. Weeke besuchte ein großes Jugendturnier in Dubrovnik, bei dem auch vier Jugendliche des SC Rote Erde mit der NRW-Auswahl im Einsatz waren. Eine ruhige Kugel schieben will Weeke nun einmal noch nicht. boh

Mit Selbstbewusstsein zum Spitzenreiter

Der SC Rote Erde muss beim Düsseldorfer SC antreten

03.04.2019: 2. Liga Die Zweitliga-Wasserballer des SC Rote Erde Hamm im TuS 59 schwimmen auf einer Welle des Erfolgs. Drei Siege in Folge haben sie eingefahren – zuletzt gab es zuhause ein 15:12 gegen den Zweiten ASC Duisburg II. Ist jetzt der Spitzenreiter dran? Am Samstag (17.30 Uhr) muss die Truppe von Trainer Carsten Berg beim Düsseldorfer SC antreten. „Wir haben großes Selbstvertrauen und fahren zuversichtlich dorthin“, sagt er.

Im Dezember hatten die Hammer den DSC schon einmal am Rande einer Niederlage. Über drei Viertel beherrschten sie vor heimischen Publikum die Partie und führten vor dem Schlussabschnitt mit 9:5. Dann allerdings leistete sich der SC Rote Erde unnötige Fehler, die Kräfte schwanden. Düsseldorf drehte kurz vor Abpfiff die Partie und reiste mit zwei Punkten im Gepäck ab.

Eine Begegnung, die auf dem Papier jedoch noch nicht endgültig entschieden ist. Denn die Rote Erde-Verantwortlichen legten Protest gegen die Wertung des Spiels ein, weil die Düsseldorfer einen ihrer Akteure unter falschem Namen eingesetzt hatten. „Das ist abschließend nicht geklärt, weil es für so einen Fall offensichtlich noch gar keine Regel gab“, berichtet Berg.

Ein Punktabzug träfe die Düsseldorfer hart, denn sie haben sich vor der Saison noch einmal deutlich verstärkt und selbstbewusst den Aufstieg in die 1. Bundesliga als Ziel herausgegeben. „Sie dürfen sich keinen Patzer mehr erlauben“, weiß Rote Erde-Coach Berg, der sein eigenes Team angesichts des positiven Saisonverlaufs nicht unter Druck sieht. „Wir wollen ein gutes Spiel zeigen“, kündigt er an.

Nach holprigem Saisonstart präsentierten sich die Düsseldorfer zuletzt allerdings souverän. Einzig und allein der SV Lünen brachte sie an den Rand einer Niederlage. Gegen den SV Bayer Uerdingen II fuhren die Rheinländer am 30. März einen überzeugenden 11:4-Sieg ein. „Düsseldorf ist in der Breite eine sehr gut besetzte Mannschaft“, sagt Berg, der auf einen weitgehend kompletten Kader für das schwere Auswärtsspiel hofft. Bei zwei bis drei Spielern entscheide sich der Einsatz allerdings erst kurzfristig. boh

Gegen ASCD will Rote Erde wieder punkten

Hammer Wasserballer wollen nächsten Heimsieg landen

29.03.2019: 2. Liga An Spannung im Derby gegen den SV Lünen mangelte es nicht. Erst in den Schlussminuten drehten die Wasserballer des SC Rote Erde Hamm im TuS 59 die Partie. Dank des 11:10-Sieges stehen sie in der Zweitliga-Tabelle mit 9:9 Punkten glänzend da – und wollen nun sogar weiter nach oben klettern. Gegen den Zweitplatzierten ASC Duisburg II sollen am Montag im Maximare (20.30 Uhr) die nächste Überraschung und zwei Punkte her.

„Nach dem hart erkämpften Derbysieg sind wir guter Dinge, den nächsten Heimsieg landen zu können“, sagt Trainer Carsten Berg. Angesichts des positiven Saisonverlaufs sieht er seine Mannschaft nicht unter Druck. „Wir können unbeschwert aufspielen“.

Die Chancen der Rote Erde-Wasserballer hängen auch stark davon ab, mit welcher Mannschaft die Duisburger in Hamm auflaufen. Bei den Reserveteams der Bundesligisten ist das oft eine Wundertüte. Die Zusammenstellung ihrer Kader hängt nicht selten davon ab, welche Aufgaben auf die Erstligisten warten und wie sie sich darauf vorbereiten wollen.

Im Hinspiel im Januar beim ASCD hatten die Hammer lange eine gute Figur abgegeben und zur Halbzeit sogar überraschend geführt. Dann aber brach die Truppe von Carsten Berg ein, weil sie nur mit dünner Besetzung angereist war. Ihr war die Puste ausgegangen.

Beim Spiel am Montag im Maximare ist die Ausgangslage günstiger. Zwar fallen mit Sören Kohle und Sebastian Stindt zwei Akteure aus beruflichen Gründen aus. Coach Berg sollte aber dennoch deutlich mehr Personal zur Verfügung stehen als in Duisburg. Von den meist guten Leistungen in der bisherigen Saison und durch den Sieg auf der Zielgeraden gegen Lünen erhofft er sich zusätzliches Selbstvertrauen.

Mit welcher Besetzung auch immer der ASC Duisburg II in Hamm auflaufen wird: Berg rechnet „auf jeden Fall mit einer sehr jungen und schwimmstarken Mannschaft, die zahlreiche Auswahlspieler ihrer Altersklasse aufbieten wird“.

Zuletzt kassierte der Gegner des SC Rote Erde allerdings zwei Heimpleiten, mit 7:8 gegen den SV Bayer Uerdingen II sowie mit 8:10 gegen die SGW Solingen/Wuppertal. Geht es nach RE-Coach Berg, darf diese Serie auch in Hamm weitergehen. boh

Team freut sich auf Derby gegen Lünen

Wichtige Punkte für den Klassenerhalt sind drin

26.03.2019: 2. Liga Mit 7:9 Zählern stehen die Zweitliga-Wasserballer des SC Rote Erde Hamm im TuS 59 besser da als gedacht im Abstiegskampf – obwohl es der Spielplan bisher nicht gut meinte mit ihnen. Vor eigenem Publikum haben sie am Mittwoch (20.30 Uhr) gegen den SV Lünen nun sogar Gelegenheit, ihr Punktekonto auszugleichen und damit zugleich einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt zu machen.

Denn der SV Lünen steht mit 3:13 Punkten am Schlusslicht der Tabelle. Gewinnt der SC Rote Erde die Partie im Maximare, hätte es der Kontrahent schwer, diesen noch hinter sich zu lassen. Zwar steht mit dem SV Krefeld 72 schon ein Absteiger fest. Denn der hat seine zweite Mannschaft während der Saison aus der 2. Liga zurückgezogen. Wenn jedoch ein NRW-Team aus der 1. Bundesliga absteigt, gäbe es in der 2. Liga West einen weiteren Absteiger.

Mit dem SV Lünen kommt nicht nur ein Dauerrivale der letzten Jahre nach Hamm. Die Partie der beiden Mannschaften aus dem Bezirk Südwestfalen hatte fast immer Derbycharakter. Der SC Rote Erde tritt dabei auch gegen einen Gegner an, der bisher unter seinen Möglichkeiten blieb „Die Mannschaft ist sicher besser, als es der Tabellenplatz vermuten lässt“, warnt Rote Erde-Trainer Carsten Berg. Ein Spiel gegen Lünen sei „für den einen oder anderen sicher immer noch etwas Besonderes. Die Mannschaft freut sich auf das Spiel“.

Angesichts der größtenteils sehr guten Ergebnisse der bisherigen Saison könne sein Team jedoch „zuhause befreit aufspielen“, findet Berg, der mit einem „kompakten, körperbetont spielenden“ Gegner rechnet. Wie stark dieser sei, habe dieser zuletzt bei Spitzenreiter Düsseldorf bewiesen. Dort verlor der SV Lünen nur knapp mit 7:8:

„Es wird wieder auf Kleinigkeiten und vor allem auf die Disziplin ankommen“, sagt Berg. Mit welchem Auftritt sein Team an den Start gehen werde, entscheide sich aber erst kurzfristig. Einige Spieler seien beruflich stark angespannt, andere hätten mit Krankheiten und Verletzungen zu kämpfen. boh

Rote Erde 2 erobert Tabellenspitze

Mit Siegen gegen Iserlohn und Bochum auf Rang eins

19.03.2019: Südwestfalenliga Die zweite Mannschaft des SC Rote Erde Hamm im TuS 59 hat mit zwei Siegen den Sprung an die Tabellenspitze der Südwestfalenliga geschafft - und das als Aufsteiger. Gegen die SGW Iserlohn 2 setzten sich die Hammer Wasserballer zuhause mit 11:6 (4:1,3:1,3:1,1:3) durch. Es war der bisher höchste Sieg in dieser Saison. Beim SV Blau-Weiß Bochum 3 setzte sich Rote Erde mit 14:10 (2:3,6:3,1:3,5:1) durch.

Iserlohn hatten die Hammer im Maximare von Anfang an im Griff. Zur Halbzeit war das Spiel schon entschieden. Trainer Kristian Berg konnte viel wechseln, um allen Akteuren seines Teams Spielpraxis zu verschaffen. „Einzig und allein im letzten Viertel fehlte etwas die Konzentration“, kritisierte Berg. Mehr als Ergebniskoskemtik sei Iserlohn aber nicht gelungen.

Deutlich schwieriger hatten es die Hammer in Bochum. Sie waren ersatzgeschwächt nur mit acht Mann angereist. Einer davon Trainer Berg selbst, der noch an den Folgen einer Knieverletzung leidet und eigentlich nicht ins Wasser steigen wollte. Weil jedoch für Marc Brinner schon vor der Halbzeitpause wegen seiner dritten Hinausstellung das Spiel beendet war, musste Berg doch ran. „Mit anderthalb Beinen“, wie er danach berichtete.

Zwar gelang den Bochumern zwischenzeitlich der 9:9-Ausgleich. Danach ließen die Hammer in der Defensive jedoch nichts mehr zu und zeigten sich vorne treffsicher. „Man merkt von Spiel zu Spiel, dass sich die Jungs weiterentwickeln“, lobte Berg, auf dessen Mannschaft nun in Dortmund ein weiteres schweres Auswärtsspiel wartet. boh

Wichtige Punkte: Rote Erde siegt in Bochum

12:7-Erfolg verschafft Hammern Luft im Abstiegskampf

16.03.2019: 2. Liga Auswärtsschwäche - war da was? Hatten die Wasserballer des SC Rote Erde Hamm im TuS 59 in den Vorjahren regelmäßig große Probleme in der Fremde, setzten sie dort nun zum wiederholten Male ein Ausrufezeichen. Die Truppe von Trainer Carsten Berg siegte überraschend mit 12:7 (2:3,6:1,1:1,3:2) beim SV Blau-Weiß Bochum und holte damit zwei weitere ganz wichtige Zähler für den Klassenerhalt in der 2. Liga. "Das war absolut überragend. Eine total disziplinierte und auch kämpferisch fantastische Leistung", lobte der Hammer Coach, dessen Team dank des Erfolges die Bochumer in der Tabelle hinter sich ließ.

Den Grundstein dafür legten die Gäste vor allem im zweiten Viertel. Nachdem zunächst die Bochumer mit einem 3:2-Vorsprung in die erste Pause gegangen waren, zeigte sich Rote Erde im zweiten Abschnitt treffsicher. Sechsmal netzte Hamm ein, nur einmal Bochum. "Wir haben unsere Chancen wirklich eiskalt genutzt", freute sich Berg. Das galt vor allem für Stephan Kersting, der fünfmal traf.

Entscheidend, so Berg, sei aber auch gewesen, dass es ab dem zweiten Viertel gelang, Bochums starken Center Raul Diakon fast komplett aus dem Spiel zu nehmen. Eine Aufgabe, die besonders Henning Kohle bravourös meisterte. Zudem hatte Rote Erde mit Felix Bartels erneut einen sicheren Rückhalt im Tor.

Die Bochumer hatten zwar auch einige Ausfälle zu verkraften. Unter anderem war Ex-Nationalspieler Till Rohe nicht mit dabei. Die Hammer allerdings hatte es noch schwerer getroffen. Sie waren nur mit zehn Mann angereist. Am Morgen des Spiels hatte auch noch Lars Teske mit Rückenschmerzen absagen müssen.

"Jeder Einzelne hat wirklich alles gegeben. Wir haben Bochum gut im Griff gehabt. Da haben wir sicherlich auch in den entscheidenden Momenten unsere Erfahrung ausspielen können", glaubt Trainer Berg, der allerdings auch froh war, dass sein Team einen 9:5-Vorsprung mit in die letzte Pause nahm.

Als Justus Theismann den zu Beginn des Schlussabschnitts sogar auf 10:5 ausbaute, war der Sieg für Hamm so gut wie sicher. "Die deutliche Führung war wichtig. Wir gingen mit unserer dünnen Besetzung zum Ende ganz schön auf dem Zahnfleisch", berichtet Berg. Zumal der Mannschaft mit Ognjen Radulovic aufgrund dessen dritter Hinausstellung Ende des dritten Viertels nur noch neun Spieler zur Verfügung standen.

Der Erfolg in Bochum ist nach dem 13:12 in Aachen sowie dem 8:8 beim SV Bayer Uerdingen II schon der fünfte Auswärtspunkt, der zuvor eigentlich nicht eingeplant war. Trotz des bisher ungünstigen Spielplans stehen die Hammer Wasserballer mit nun 7:9 Zählern gut da. "Und wir haben ja noch fünf Heimspiele", weiß Trainer Berg, der vor allem dem kommenden gegen den SV Lünen am 27. März entgegen fiebert. "Die Mannschaft ist heiß darauf. Und da werden wir auch ganz sicher wieder personell besser aufgestellt sein", kündigt er an. boh

SC Rote Erde Hamm: Bartels - Theismann (2), Kersting (5), Kohle, Radulovic, Müller (1), Batt, Terhorst (3), Brinner (1), Biermann

Zurück im Alltag: Rote Erde nach Bochum

TabelLennachbar zuhause bisher ohne Punktverlust

14.03.2019: 2. Liga Über Tage dominierte bei den Hammer Wasserballern das Länderspiel Deutschland gegen Russland im Maximare das Geschehen. Doch schnell hat der Alltag die Truppe von Trainer Carsten Berg eingeholt - und der heißt Abstiegskampf. Sie muss in der 2. Liga am Samstag (18.30 Uhr) beim SV Blau-Weiß Bochum ran. Einem Gegner, der vor der Saison als Mitaspirant für die Qualifikation für das Aufstiegsturnier zur 1. Bundesliga gehandelt wurde, nun allerdings nur ein mageres Pünktchen mehr auf dem Konto hat als der SC Rote Erde im TuS 59 auf dem vorletzten Rang, die Bochumer rangieren einen Platz weiter oben.

Auch Trainer Berg "verwundert der Blick auf die Tabelle ein wenig". Allerdings habe Bochum einen Umbruch eingeleitet und gebe vor allem auswärts jüngeren Spielern eine Chance. So wie im ersten Saisonspiel, als der SV gleich mit 6:16 beim SC Rote Erde unterlag. Ein Ergebnis das der Hammer Trainer jedoch nicht als Maßstab nehmen will. "Zuhause vertraut Bochum auf die erfahrenen und spielstarken Routiniers", warnt Berg und meint damit vor allem den kräftigen Center und Linkshänder Raul Diakon sowie den vielfachen deutschen Nationalspieler Till Rohe. Akteure, die in der Lage sind, auch mal ein Spiel fast im Alleingang für sich zu entscheiden.

Berg will dennoch "unbeschwert aufspielen" in Bochum. Gerade auswärts habe seine Mannschaft in dieser Saison oft gute Leistungen gezeigt. Zum Beispiel beim Aachener SV, dem die Hammer Wasserballer im Dezember seine bisher einzige Heimniederlage beibrachten. Schwer taten sich die RE-Wasserballer hingegen zuletzt zuhause gegen die SGW Solingen/Wuppertal. Die Partie ging mit 6:11 deutlich verloren.

In Bochum wird es kaum einfacher werden. Denn der SV hat mit den erfahrenen Kräften im eigenen Becken bisher keinen einzigen Zähler abgegeben. Den SV Bayer Uerdingen II fertigte er mit 19:4 ab. Und auch gegen Solingen Wuppertal (11:8) sowie das Topteam des SV Duisburg 98 II gewannen die Bochumer ungefährdet (12:8).

Obwohl die beiden Gegner vom Wochenende Nachbarn in der Tabelle sind, gehen die Hammer als Außenseiter in die Partie in Bochum. Zumal die RE-Mannschaft erneut einige personelle Rückschläge verkraften muss. US-Boy Ben Hauschild ist auf Heimatbesuch, Sebastian Teipmann und Sören Kohle fehlen aus privaten Gründen, Sebastian Stindt aus beruflichen. Und auch der an einer langwierigen Knieverletzung leidende Kristian Berg steht noch nicht wieder zur Verfügung. "Da steht schon einiges an Qualität nicht zur Verfügung", weiß Trainer Carsten Berg, der deshalb "wieder ein bisschen basteln muss". Vielleicht an einer erneuten Auswärts-Überraschung. boh

Pokal: Rote Erde 2 in Bochum souverän

Mit 20:12-Sieg in die zweite Runde. Brambauer wartet.

23.02.2019: Südwestfalen-Pokal In der Südwestfalenliga hatte die zweite Mannschaft des SC Rote Erde Hamm im TuS 59 auswärts noch mit 8:11 das Nachsehen. Deutlich besser lief es im Pokalwettbewerb des Wasserball-Bezirks. Mit 20:12 (4:2,6:3,6:4,4:3) setzte sich das Team auswärts beim SV Blau-Weiß Bochum 3 durch und schaffte damit den Einzug in die zweite Runde.

Eine „absolut souveräne Vorstellung“ bescheinigte Trainer Kristian Berg seiner Mannschaft. Sein Ziel ist klar: „Wir wollen den Titel verteidigen“. 2018 hatte die Rote Erde-Reserve den Südwestfalen-Pokalwettbewerb für sich entschieden. Die Leistung in Bochum macht Hoffnung, dass das erneut klappen könnte.

Schon im ersten Abschnitt waren die Gäste die klar bessere Mannschaft. Vor allem Lars Teske und Ognjen Radulovic präsentierten sich in Torlaune und wussten sich in dem kleinen Bochumer Becken durchzusetzen. Sie steuerten zusammen 13 Treffer zum Rote Erde-Sieg bei. Der deutete sich schon zur Halbzeit klar an. Beim Seitenwechsel lagen die Hammer mit 10:5 vorn und waren auch danach das bessere Team.

In der nächsten Runde wartet nun mit dem SV Brambauer erneut eine schwere Aufgabe. Auch diesmal muss Rote Erde auswärts ran. In der Liga hatte die Mannschaft gegen Brambauer zuhause nur knapp mit 9:8 gewonnen. boh
 

RE-Jubiläum mit Wasserball-Länderspiel

Motiviert: Beim Länderspiel am 12. März in Hamm gegen Russland kann das deutsche Nationalteam den Sprung zum Weltliga-Europafinale schaffen (Foto: Sportphoto.shop/DSV e.V.)

12. März Deutschland gegen Russland im Maximare Hamm

20.02.2019: Länderspiel 100 Jahre wird der SC Rote Erde Hamm 2019. Zum Jubiläum haben sich die Wasserballer, die sich 2015 als Abteilung dem TuS 59 angeschlossen haben, für die Ausrichtung eines Länderspiels beworben - mit Erfolg. Am 12. März steigt im Hammer Maximare die Partie Deutschland gegen Russland. Kein Freundschaftsspiel, denn die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm kann mit einem Sieg noch den Sprung zum Europa-Weltligafinale in Zagreb schaffen, bei dem die besten acht Teams des Kontinents aufeinander treffen.

Möglich gemacht hat das der deutliche 18:9-Sieg auf Malta am 19. Februar. Weil parallel dazu Russland beim Gruppen-Spitzenreiter Ungarn verlor, ist Platz zwei noch drin in Hamm. Allerdings nur bei einem Sieg. Ein Unentschieden reicht nicht.

Bundestrainer Stamm schätzt die Russen „auf dem Blatt sicherlich stärker“ ein als seine eigene Mannschaft. Er setzt jedoch auf den Heimvorteil im Hammer Maximare. „Zuhause ist unser Team immer eine Macht“, weiß Stamm. Bewiesen hatte das seine Truppe zuletzt Ende Januar in Dresden, als sie vor mehr als 800 begeisterten Zuschauern erst nach Fünfmeterschießen gegen den hohen Favoriten Ungarn verlor. „Ich rechne mit einer Chance von 50:50, dass wir das Spiel für uns entscheiden“, sagt Stamm über die Partie gegen Russland. Es werde aber auch „viel von den Zuschauern in der Halle abhängen, die die Jungs mit der Heim-Atmosphäre tragen können“.

Beim Auswärtsspiel in Moskau hatte das deutsche Nationalteam noch klar mit sechs Treffern verloren. „Wir müssen besonders am Anfang einfache Fehler vermeiden“, fordert Stamm deshalb. Auch habe sein Team in Moskau zu leichtfertig Torchancen vergeben. „Das darf uns nicht noch einmal passieren“, sagt der Bundestrainer. Das Team müsse „von der ersten Sekunde an auch körperlich dagegen halten. Wenn wir clever und ohne Fehler spielen, haben wir eine Chance“, so Stamm.

Gegen Malta konnte es sich der Bundestrainer erlauben, einige Stammkräfte zu schonen. „Wenn es jedoch bei uns Ernst wird, wie im kommenden Länderspiel gegen Russland, dann setzen wir wieder auf unsere vertrauten Kräfte“, kündigt Stamm an.

Die Verantwortlichen vom SC Rote Erde fiebern dem wichtigen Länderspiel gegen Russland bereits entgegen. „Einen schöneren Rahmen, unser 100-jähriges Jubiläum zu feiern, kann es im Grunde nicht geben“, freut sich der Abteilungsvorsitzende Christian Müller. Er hofft, dass wir „viele bekannte aber auch neue Gesichter in der Halle sehen und zusammen ein tolles Wasserballfest erleben können“. Dass es aufgrund des Verlaufs der vergangenen Länderspiele „nun gegen Russland noch richtig um etwas geht, ist natürlich ein besonderer Glücksfall“, so Müller.

Für die Partie im Maximare gehen 500 Tickets in den Verkauf. Im Vorfeld können sie ab dem 25. Februar im Maximare selbst aber auch in der Geschäftsstelle des TuS 59 Hamm (Rietzgartenstraße 46) sowie beim Westfälischen Anzeiger für 8 Euro (ermäßigt 4 Euro) erworben werden. Vorbestellungen sind gegen Vorkasse bis 5. März bei Rote Erde-Wasserballwart Kristian Berg (kristian.berg1985@web.de) möglich.
 

Personell geschwächt nach Uerdingen

Rote Erde muss gegen Bayer ran. Zahlreiche Ausfälle.

04.02.2019: 2. Liga Nach dem furiosen Start mit einem 16:6-Erfolg gegen Favorit Blau-Weiß Bochum und einem Beinahe-Sieg gegen Aufstiegsaspirant Düsseldorf sind die Zweitliga-Wasserballer des SC Rote Erde Hamm im TuS 59 im Abstiegskampf angekommen. Mit 2:6 Zählern ist die Luft zu Tabellenschlusslicht Lünen (1:7 Punkte) dünn. Am Mittwoch (20.30 Uhr) muss die Mannschaft von Trainer Carsten Berg zum nur einen Rang besser platzierten SV Bayer Uerdingen II. Doch ausgerechnet vor der Partie gegen den Tabellennachbarn pfeift Rote Erde personell aus dem letzten Loch.

Routinier Kristian Berg ist verletzt, Henning Kohle beruflich verhindert, Sebastian Teipmann und Timo Plattfaut fehlen aus privaten Gründen. Weitere Spieler sind aufgrund von Erkältungen geschwächt. Hinter ihren Einsätzen stehen Fragezeichen. Allzu große Hoffnungen macht sich Trainer Carsten Berg deshalb auch nicht. „Unser Ziel ist, das Spiel solange wie möglich offen zu gestalten. Unsere wichtigen Heimspiele kommen noch“, kündigt er an.

Tatsächlich meint es der Spielplan nicht gut mit den Hammern. Denn nach zwei Heimspielen gegen Topteams der Liga müssen sie gleich viermal in Serie auswärts ran. Die Partien beim SV Duisburg 98 II (8:18) und ASC Duisburg II (7:12) gingen schon klar verloren. Nun geht es gegen den SV Bayer Uerdingen II, gegen den sich Rote Erde schon in der Vorsaison schwer tat, danach folgt das schwere Auswärtsspiel bei Aufsteiger Aachener SV, der als Tabellenzweiter die Überraschung der Saison ist. Erst am 18. Februar sind Punkte im Heimspiel gegen die SGW Solingen/Wuppertal wieder realistischer.

„Wir haben auch immer wieder lange Pausen. Dadurch ist es schwierig, in den Rhythmus zu kommen“, klagt Trainer Berg, der in Uerdingen mit einem Gegner rechnet, der „in Bestbesetzung antreten wird“. Er erwartet „eine gute Mischung mit erfahrenen Leuten sowie jüngeren Spielern, die zum Bundesligakader gehören“.

Zumindest ein Absteiger steht jedoch schon fest. Der SV Krefeld hat seine zweite Mannschaft aus der 2. Liga zurückgezogen. Wie viele Absteiger es geben wird, hängt vom Verlauf der Saison in der 1. Bundesliga ab. Geht ein Club aus NRW runter, wird es auch einen zweiten Absteiger aus der 2. Liga West geben. „Um sicher sein zu können, müssen wir definitiv eine weitere Mannschaft hinter uns lassen“, weiß Rote Erde-Trainer Berg. boh

"Ein Ritt auf der Rasierklinge"

 Rote Erde 2: Siegtreffer zwei Sekunden vor Schluss

02.02.2019: Südwestfalenliga Fünftes Spiel, dritter Sieg: Die zweite Mannschaft des SC Rote Erde Hamm im TuS 59 mischt in der Südwestfalenliga weiter oben mit. Durch einen knappen 13:12-Heimerfolg (6:4,2:2,2:3,3:3) gegen Westfalen Dortmund festigte sie den zweiten Tabellenplatz hinter dem SV Blau-Weiß Bochum 3.

Zunächst knüpfte die Mannschaft von Trainer Kristian Berg fast nahtlos an die Leistung bei der Fast-Pokalsensation gegen den drei Klassen höher spielenden SV Lünen an – zumindest in der Offensive. Gleich sechs Treffer gelangen den Hammern im ersten Abschnitt. „Hinten hatten wir jedoch von Anfang an Probleme“, kritisierte Berg, dessen Team im ersten Viertel auch vier Gegentreffer hinnehmen musste und sich deshalb nicht entscheidend vom Gegner absetzte.

Vor allem im dritten Abschnitt lief es nicht mehr für die Hausherren. Sie nutzten zu viele hochkarätige Chancen nicht. Anstatt mit vier Toren in Führung zu gehen, ließen es die Rote Erde-Wasserballer zu, dass Dortmund wieder ins Spiel fand. Zwei Minuten vor Schluss gelang den Gästen sogar der Ausgleich.

23 Sekunden vor Ende der Partie erkämpften sich die Hammer jedoch noch eine Überzahlsituation, die Philip Terhorst zwei Sekunden vor Abpfiff zum 13:12-Siegtreffer nutzte. „Es war ein Tanz auf der Rasierklinge“, zeigte sich Coach Berg nach der Begegnung erleichtert. Trotz des „zu knappen Ergebnisses“ habe „die Einstellung gestimmt“, lobte er. boh

Rote Erde Hamm: Kersting – Brinkmann, Plattfaut, Batt, J. Müller (3), M. Müller, T. Müller, Terhorst (7), Rose, Brinner, Teske (3)

RE II: "Genau die richtige Liga"

 Viele Enge Spiele. Berg-Team zurzeit auf Rang zwei.

20.01.2019: Südwestfalenliga Als Aufsteiger ist die zweite Mannschaft des SC Rote Erde Hamm im TuS 59 in die Südwestfalenliga-Saison gestartet. Mit dem Abstieg hat die von Kristian Berg betreute Truppe derzeit jedoch nichts zu tun. Nach einem schwierigen Stadt zeigt die Formkurve klar nach oben. Das Team rangiert zurzeit mit 5:3 Punkten auf dem zweiten Platz der Liga.

Verloren ging nur die erste Partie, mit 8:11 bei den Routiniers vom SV Blau-Weiß Bochum 3. Zumindest auf dem Papier lief es im ersten Heimspiel besser. Mit 9:8 setzte sich der SC Rote Erde gegen den SV Brambauer durch, mit dem dieser bis vor anderthalb Jahren noch eine Startgemeinschaft gebildet hatte. Zufrieden zeigte sich Coach Berg mit dem Auftritt jedoch nicht. „Knapp an einer Blamage vorbeigeschrammt“, kommentierte er die Leistung seines Teams. „Es wurden zu viele unnötige Fehler gemacht“, kritisierte er.

Gegen die Mannschaft von Westfalen Dortmund, die sich viel vorgenommen hat und schon bald in der 2. Liga an den Start gehen will, hatten die Spieler von RE-Coach Berg Gelegenheit, es besser zu machen. Und sie machten es besser. Sie rangen dem Favoriten auswärts ein 8:8 Unentschieden ab. Zwar führten die Hausherren zur Halbzeit mit 4:2. Danach steigerten sich die Rote Erde-Wasserballer jedoch massiv und sicherten sich einen wertvollen Zähler. Es wäre sogar noch mehr drin gewesen. Vor dem Schlussabschnitt führten die Gäste mit zwei Toren. Allerdings ließen sie Chancen aus. Außerdem wurden im Schlussabschnitt in entscheidenden Situationen aus Sicht von Coach Berg zwei klare Stürmerfouls auf Seiten der Dortmunder nicht geahndet.

Eine Revanche für die Auftaktniederlage gelang dem SC Rote Erde im zweiten Heimspiel gegen Blau-Weiß Bochum 3. Mit 10:7 setzte sich das Team durch. „Wir haben unsere Chancen besser genutzt, und man hat auch langsam gemerkt, dass wir eingespielter werden“, sagte Trainer Berg, der seine Mannschaft „in genau der richtigen Liga“ sieht. Es gebe „viele enge Ergebnisse“. Jeder könne jeden schlagen. Das sei eine gute Herausforderung für sein Team. boh